AfB expandiert und schafft nun auch Arbeitsplätze für behinderte Menschen in der Slowakei

03.04.2019

Die AfB setzt als Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen ihren Erfolgsweg fort und gründet eine Landesgesellschaft in der Slowakei. Damit kommt sie ihrem Ziel, 500 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in Europa zu schaffen, wieder einen großen Schritt näher. Am neuen AfB-Standort in Trnava (ca. 40 km von Bratislava entfernt) werden bis Jahresende 14 Mitarbeiter eine Beschäftigung finden. Die Hälfte davon sind Menschen mit Behinderung, die durch dieses Konzept einer hochwertigen Beschäftigung nachgehen können. Von Österreich aus erfolgt der entsprechende Know-how Transfer. Marek Antonak übernimmt gemeinsam mit Kurt Essler, AfB Geschäftsführer in Österreich, die Geschäftsführung in der Slowakei.

FOTO: v.l.n.r. GF-Team AfB Slowakei Marek Antonak und Kurt Essler

Social Entrepreneurship steht in der Slowakei noch ganz am Anfang. Eine neue Gesetzgebung ermöglicht es Unternehmen, bei Erfüllung bestimmter Kriterien als „Social Business“ eingestuft zu werden und damit auch Förderungen zu Gunsten der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu erlangen.

„Wir haben Trnava bewusst als Standort ausgewählt, weil es sich hier um eine Region handelt, die eine hohe Arbeitslosenquote für behinderte Menschen ausweist“, sagt Marek Antonak, Geschäftsführer der AfB in der Slowakei. Gemeinsam mit dem NGO Tenenet, eine Organisation, die sich die Überwindung von Barrieren bei der Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung zum Ziel gesetzt hat, arbeitet die AfB in der Slowakei ganz eng zusammen.

Die offizielle Gründung mit Firmenbucheintrag der AfB Gesellschaft in der Slowakei erfolgte Ende Jänner 2019. Die Betriebsstätte in Trnava wird ihre operative Tätigkeit im Mai starten. Der Know-how Transfer für den slowakischen Standort erfolgt von Österreich aus, um die Organisation, Strukturen und Prozesse entsprechend professionell aufzubereiten und die Mitarbeiter einzuschulen. In der Anfangsphase wird gebrauchte IT-Hardware aus Deutschland bearbeitet und nach zertifizierter Datenlöschung für die Wiederverwendung aufbereitet. Im zweiten Schritt wird die AfB ihre Dienstleistung natürlich auch Unternehmen in der Slowakei anbieten und Kooperationen lokal aufbauen.

„Der Markteintritt der AfB in der Slowakei war für uns naheliegend, da vor allem auch viele unserer österreichischen Kooperationspartner Landesgesellschaften in der Slowakei haben und wir damit nun auch dort professionelle IT-Dienstleistung mit sozialem und ökologischem Mehrwert anbieten können“, sagt Kurt Essler. „Wir bekommen hier jetzt schon sehr positive Signale und sind zuversichtlich, auch in der Slowakei einen enormen Beitrag zur CO2-Emissions-Reduktion leisten zu können“, ergänzt Essler.

In Österreich wurden im Jahr 2018 insgesamt über 64.400 IT- und Mobilgeräte von der AfB behandelt und damit über 450 Tonnen Geräte bewegt. An Ressourceneinsparung durch die Bearbeitung und Wiedervermarktung entsprach dies 3.000 Tonnen CO2 Äquivalenten, 4.500 Tonnen Eisen und 9.600 Megawatt Energie.

Soziale Projekte unterstützen

Um die öffentliche Wahrnehmung für Inklusion und die Aufbereitung gebrauchter IT-Geräte zu stärken, verfolgt die AfB mehrere Projekte, die gesellschaftlich relevante Themen ansprechen und veranschaulichen.

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