Neue Ökobilanz-Studie von AfB gGmbH und myclimate: IT-Remarketing spart in Österreich 56,6 Mio. Liter Wasser ein

28.02.2021

Wie viele Ressourcen können eingespart werden, wenn man IT-Geräte wie Notebooks, Smartphones, PCs usw. durch professionelles Refurbishment länger nutzbar macht? Die neue Ökobilanzstudie (2021) der gemeinnützigen Klimaschutzorganisation myclimate ermöglicht dem IT-Refurbisher AfB social & green IT eine noch detailliertere Auswertung der sozialen und ökologischen Wirkung durch sein IT-Remarketing-Modell.

Bereits seit 2013 kann AfB die Einsparung von Treibhausgasen (CO2-äqu.), Rohstoffen (Eisen-äqu.) und Energieverbrauch durch IT-Aufarbeitung transparent ausweisen. „Die neue Studie ermöglicht uns nun, zusätzliche Werte unserer Wirkungsmessung zu ermitteln, wie beispielsweise den reduzierten Wasserverbrauch, oder die Verminderung der Toxizität. Diese können dann auch unsere Kooperationspartner als validierte Zahlen und Fakten ihres sozial-ökologischen Engagements in ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung ausweisen“, freut sich Kurt Essler, Geschäftsführer der AfB in Österreich. Darüber hinaus fließen nun auch zusätzliche IT-Geräte wie Smartphones, Server, Drucker und Tablets in die AfB-Ökobilanz mit ein.

Stefan Baumeister, Geschäftsführer der myclimate Deutschland gGmbH, unterstreicht die Bedeutung aber auch die Komplexität der Studie: „Die Auswahl an vorhandenen Ökobilanzdaten im Elektronikbereich ist leider immer noch sehr eingeschränkt. Diese Studie benötigte daher die Mitwirkung und Expertise des ganzen myclimate-Teams sowie den intensiven Austausch mit AfB zu jedem Projektschritt. Denn nur durch die Transparenz vieler verschiedener Umweltfaktoren lässt sich aussagekräftig messen warum, wie und mit welchem Impact sich eine längere Nutzungsdauer von IT-Geräten lohnt.“

Refurbishment reduziert CO2-Ausstoß, Energie-, Rohstoff- und Wasserverbrauch sowie Human- und Wassertoxizität

Im Jahr 2020 hat AfB in Österreich 65.400 gebrauchte IT-Geräte von Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern bearbeitet und konnte 88 % davon wiedervermarkten und sie so einem erneuten Nutzungszyklus zuführen. Im Vergleich zur Neuproduktion hat der IT-Refurbisher gemeinsam mit seinen Partnern damit den Verbrauch von mehr als 56,6 Mio. Litern Wasser, 31.500 MWh Energie, 4.500 Tonnen Rohstoffen und den Ausstoß von 8.000 Tonnen CO2 eingespart. Treibhausgasemissionen tragen nachweislich zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Indikator dafür ist das Global Warming Potential (GWP). Um eine Tonne CO2 aufzunehmen, muss eine Buche ca. 80 Jahre lang wachsen.

Auch die Verringerung von Schäden an der menschlichen Gesundheit kann das IT-Unternehmen AfB erstmals belegen mit dem Wert von 42.600 Tonnen 1,4-DB-äqu. Was bedeutet dieser Wert konkret? Der Mensch ist tagtäglich einer Vielzahl von Umweltschadstoffen ausgesetzt. Humantoxizität misst die Auswirkungen auf bzw. Schäden an der menschlichen Gesundheit. Diese Schäden können durch Stoffe (z. B. Stickstoffoxide) ausgelöst werden, die in Luft, Boden und Wasser gelangen. Die Ausweisung erfolgt in 1,4-Dichlorbenzoläquivalente (t 1,4-DB-äqu.) Zum Beispiel führt bei einem Smartphone die Verlängerung der Nutzungsdauer von 3 auf 4,5 Jahre zu einer Reduzierung von 45 %, da für diesen Zeitraum kein neues Gerät hergestellt werden musste.

Mehr Informationen zu den Werten finden Sie im Internet unter

https://www.afb-group.at/csr/unsere-wirkung/

Erfolgreiches Wachstum: Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen

Über diese positive Umweltbilanz hinaus, sichert das Refurbishing bei AfB in Österreich auch 34 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung: Denn AfB steht für „Arbeit für Menschen mit Behinderung“ und ist ein Inklusionsunternehmen. Rund die Hälfte der 68 Mitarbeitenden sind schwerbehindert. Im vergangenen Jahr hat das gemeinnützige IT-Unternehmen insgesamt 23 neue Arbeitsplätze in Österreich geschaffen.

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